Ich war am vergangenen Freitag das erste Mal auf der CeBit und inzwischen weiss ich auch warum – zu viel Business-Präsentation zu wenig Begeisterung. Ein paar Interessante Sachen habe ich zwar gefunden, aber in der Summe ziehe ich für mich das Fazit, dass die CeBit einfach nicht mein Ding ist. Von daher werde ich jetzt auch nichts zu Messeständen, Ausstellern oder Ähnlichem schreiben.
Aber eine Sache geht mir beim besten Willen nicht aus dem Kopf:
Ich bin Veranstalter einer der weltgrößten Informations-Technologie-Messen, initiiere eine groß angekündigte neue Area rund ums Thema Internet und Gesellschaft, nenne sie Webciety und….habe kein freies WLAN, sondern verteile auf Nachfrage Internet-Voucher, mit denen ich jedem Besuchern ein Online-Kontingent von ganzen 30 Minuten pro Tag zugestehe?!?
Zugegeben, die dahinter steckende unfreiwillig absurde Komik ist genau mein Ding, aber das nur nebenbei… 
Hier ein kleiner Abriss der Dinge, die ich an einem Tag CeBit gerne online gemacht hätte:
- Ich wusste, dass einige meiner Twitter-Kontakte auf der CeBit sind. Mit zweien war ich dort verabredet, natürlich ohne vorher die Telefonnummern ausgetauscht zu haben. Gefunden habe ich sie dann per Zufall nach 2 Stunden….
- Metakommunikation: Die CeBit ist groß und ich lege naürlich Wert auf die Meinung der Menschen, denen ich bei Twitter followe und deren Blogs ich lese. Im Falle einer Messe mit 26 Hallen ist Metakommunikation quasi unverzichtbar, wenn man die wenigen Perlen nicht alle selbst aufspüren möchte.
- Twittern an sich…Die Microblogging-Podiumsdiskussion habe ich nicht gesehen, weil sie bereits am Donnerstag auf dem Programm stand. Aber allein die Vorstellung, über Microblogging zu reden und während dessen meinen Twitter-Status unidirektional per SMS zu aktualisieren, finde ich schon irgendwie etwas absurd…
- An einem Stand (ich kann mich leider nicht mehr erinnern, an welchem…Halle 6) hat ein Aussteller eine iPhone App beworben, die ich mir gerne in diesem Moment auf meinen iPod Touch runtergeladen und getestet hätte. Ich kann euch leider weder sagen, welche App das war, noch, ob sie gut war….ich hatte kein Netz.
- Die Rückfahrt organisieren, auch dabei ist das Internet sehr hilfreich….
- Bookmarks wiegen weniger als Informationsprospekte: Da ich dumerweise meinen Laptop mit auf das Messegelände genommen habe, hatte ich ohnehin schon den ganzen Tag einen leichten Rechtsdrall. Meine Motivation, mir die Tasche noch zusätzlich mit Informationsmaterial in Form von Hochglanzprospekten voll zu packen war dementsprechend gering. Viel lieber hätte ich mir handliche Aufkleber mit URLs mitgenommen (Mangelware), zwischendurch eine kleine Pause eingelegt, mir die Seiten angeguckt, gebookmarked und dann später zu Hause gelesen…Ich hab mir genau einen Prospekt mitgenommen.
In diesem Sinne: Internet is not coming to CeBit! Willkommen auf der weltgrößten IT-Messe im Jahr 2009.






ts… du hättest mal abends noch zur Pl0gbar kommen sollen, da war dann wenigstens bisschen Stimmung und nette Unterhaltung. Und verdammt viele Twitterer ;)
Ansonsten vollste Zustimmung zu dem Blog-Eintrag. Ich hab den Freitag auch eher gelangweilt auf der CeBit verbracht und die Panels waren zum großen Teil auch eher semi-interessant.
Hmmm, und ich dachte ich würde was verpassen, wenn ich diesmal nicht auf die CeBIT fahre. Und das mit dem Internet höre ich nicht zum ersten Mal. Vielleicht gabs da seitens der Messe kein anderes Angebot?
Hab auch schon Online-Marketing-Messen miterlebt, wo der Internetzugang nicht klappte, allerdings aus technischen Gründen. Da wurden dann später noch zusätzliche Kabel quer durch die Halle verlegt.
nee, nicht wirklich…ich bin glaube ich auch einfach schon camp & re:publica geschädigt, ne messe ist halt einfach was anderes… :)
March 11th, 2009 # 3